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Die Villa Poggio Torselli ist eine der größten
und elegantesten Wohnsitze auf den Hügeln von San Casciano,
oberhalb Florenz`.
In früheren Zeiten auch "Königin der Villen"
genannt, tritt sie erstmals ab 1427 unter dem Namen "Poggio
Torselli" in Erwähnung.
Bis in das Jahr 1722 zählte das Anwesen zu dem Besitz
der vornehmsten toskanischen Patrizierfamilien: Unter ihnen
die Corsini, Machiavelli, Strozzi, Antinori, Capponi und Orlandini.
Aufgrund ihres Prestiges verweilten auf der Villa viele bekannte
Persönlichkeiten. Unter ihnen Zar Paul I. von Russland
und Papst Pius VII., der sich dort während seiner Reise
nach Paris aufhielt, um im Jahre 1804 Napoleon zum Kaiser
zu krönen.
Heute ist die Villa Poggio Torselli ein Denkmal nationalen
Ranges.
Quadraturmalereien und Allegorien aus dem 17. Jahrhundert,
geschaffen von Pier Dandini, Matteo Bonechi und Schülern,
schmücken in einer außergewöhnlichen Farbenpracht
die Decken der beiden Räume, die an den zentralen Salon
im Erdgeschoss angrenzen.
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Im Laufe der Zeit erlebte der Besitz eine wechselvolle
Geschichte.
Das heutige Erscheinungsbild der Villa, deren Bauarbeiten
im ausgehenden 17. Jahrhundert begannen, wurde im frühen
18. Jahrhundert durch den Architekten Lorenzo Merlini
abgeschlossen, der bei dem Florentiner Adel seiner Zeit
sehr gefragt war.
Der Komplex ist in einen Zentralbau und zwei Seitenflügeln
in L-Form aufgeteilt, in denen sich die Appartements,
Kontorräume, die Kapelle und eine Orangerie befinden.
Nach Süden umschließen die Flügel der
Villa einen herrlichen Park in italienischer Manier.
Der gesamter Komplex folgt dabei jenem Stile der ausgeglichenen
und eleganten Florentiner Architektur.
Spuren der ursprünglichen Anlage, wie sie vor dem
17. Jahrhundert bestand, sind noch im Souterrain zu
erkennen, in dem die Kantine beherbergt ist, eine große
Küche sowie eine Vielzahl von Wirtschaftsräumen.
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